Bunte Vielfalt und ihre Grenzen – Produktregulierungen

Juni 18, 2022 @ 14:30 - 16:00

  • Legalisierungsmodell
  • Bühne 1: Loft

Beschreibung:

Mit der Legalisierung von Cannabis stellt sich auch die Frage, welche Produktarten aus, von und mit Cannabis auf dem legalen Markt erhältlich sein sollen. Sollte es Edibles geben – in allen Formen und Farben und mit unbegrenzt hohem Wirkstoffgehalt oder in Kombination mit anderen Wirkstoffen wie Alkohol? Sollten Konsumenten Produkte erwerben können, die mit isolierten oder synthetischen Cannabinoiden angereichert werden? Dies und mehr gilt es zu klären.

Auszüge DHV-Eckpunkte:

“Das in Deutschland geltende Verbot von Hanfsamen sollte aufgehoben und eine regulierte Produktion von Saatgut ermöglicht werden. Für den Verkauf von Hanfpflanzen/-stecklingen gelten die gleichen Regeln wie für den Verkauf von Cannabisprodukten.

Es ist nicht nur der Verkauf von Hanfblüten und Pflanzenteilen legal, sondern auch Konzentrate, von traditionellem Haschisch bis hin zu starken Extrakten. Haschisch und Hanfblüten sollen reine Naturprodukte aus 100 % Hanf sein. Eine THC-Obergrenze ist dabei nicht erforderlich. Wichtiger ist, dass Konsumenten über die Inhaltsstoffe und deren Anteile informiert sind.

Der Erwerb verschiedener weiterverarbeiteter Produkte aus Cannabis, beispielsweise Edibles, Getränke oder Öle, soll möglich sein. Auch Mischprodukte sind denkbar (z.B. Rauchmischung mit Hanfblüten und Kräutern), solange keine zweite psychoaktive Substanz hineingemischt wird (keine alkoholischen Getränke mit THC, kein Joint mit Tabak).

Auch zusätzlich zugesetzte Cannabinoide müssen deklariert werden. (Halb-)Synthetische psychoaktive Substanzen, die Cannabinoide nachahmen, aber nicht natürlich in der Pflanze vorkommen, werden ausgeschlossen. 

Überwachungsbehörden […] sollten die Qualität der Waren stichprobenartig prüfen um sicherzustellen, dass die üblichen Grenzwerte für Pestizide, Fungizide, Düngerrückstände und Schimmel bei Raucherzeugnissen wie Tabak auch bei Cannabis eingehalten werden. Entsprechendes gilt für Produkte mit Bio-Siegel.”

Zu folgenden Fragen werden wir diskutieren und Meinungsbilder einholen:

  1. Sollen Edibles zugelassen werden (inkl. Getränke)?
  2. Sollen Mischprodukte mit anderen Drogen (Joint mit Tabak, Cannabis-Koffein-Limo, Hanfbier) zugelassen werden?
  3. Soll es eine allgemeine THC-Obergrenze geben?
    Ja
    Nein
    Nur für Edibles
  4. Sollen gentechnisch veränderte Cannabisprodukte zugelassen werden (Genom Editing)?
  5. Sollen Produkte mit Isolaten angereichert werden dürfen?
  6. Sollen Isolate (CBD, CBG, CBN..) in Reinform zugelassen werden?
  7. Sollen Produkte mit (halb-)synthet. Cannabinoiden angereichert werden dürfen?
  8. Sollen (halb-)synthet. Cannabinoide in Reinform zugelassen werden?

Folgendes Meinungsbild hat sich ergeben:

Speaker

Gerrit Kamphausen

Gerrit Kamphausen

Soziologe und Kriminologe, Centre for Drug Research (FFM)
Simon Kraushaar

Simon Kraushaar

Pressereferent, Deutscher Hanfverband
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